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Fragen und Antworten

Warum ist es wichtig, die Nonnen zu unterstützen?

Die Tradition und die Lebensweise von verwirklichten Wesen zu bewahren, ist von äußerster Bedeutung. Diese Nonnen sind Träger von inneren Werten, die wie Gold oder Edelsteine über einen sehr langen Zeitraum hinweg entstanden sind.

Hinter den großen Schriften stehen die Lehren verwirklichter Wesen. Der Weg, den diese Lehren aufzeigen, ist wertvoll, aber der Weg der Verwirklichung ist unentbehrlich und nur unter großer Mühe zu beschreiten. Um es mit Rinpoches Worten auszudrücken: „Man kann nicht einfach 100.000 Kopien einer verwirklichten Nonne erstellen. Es bedarf 20, 30 oder auch 40 Jahre, um dorthin zu gelangen. Es kann nur durch eine dauerhafte Verpflichtung der Sache gegenüber erreicht werden.“ Ohne den Wert von Büchern in den Schatten stellen zu wollen, kann man sagen, dass die Weisheit des Buddha nur durch Verwirklichung langfristig bewahrt werden kann. Verwirklichung kann nur durch intensive Praxis verkörpert werden und wachsen. Die Nonnen erreichen Verwirklichung durch tiefe Einsicht in die Natur der Dinge und durch Verkörperung des Dharma. Die Nonnen zu unterstützen bedeutet, eine lebendige Abfolge von Verwirklichung zu bewahren.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Unterstützung der Nonnen ist die Tatsache, dass sie durch ihre inneren Reichtümer einen positiven Einfluss auf andere Menschen ausüben. Dieser Einfluss kann durch ihre Unterweisungen, ihr lebendiges Beispiel, ihre Präsenz, ihre warme Ausstrahlung, ihre Freundlichkeit und ihren Segen geschehen. Sie sind sozusagen von der Essenz des Dharma durchdrungen.

Pundarika D.A.CH. möchte sicherstellen, dass dieser Schatz ebenso wie die Lebensweise der Nonnen bewahrt werden, und dass für ihre Grundbedürfnisse, die sogar für tibetische Verhältnisse minimal sind, Sorge getragen wird. Die mehr als 2000 Nonnen leben ohne elektrischen Strom, Wärmeversorgung oder fließendes Wasser und das in einer Klimazone mit unglaublich kalten Wintern. Die Nonnen sind so in ihre Gebete und die Ausübung ihrer Praxis vertieft, dass sie fast ihre gesamte Zeit damit verbringen, ohne den Arbeitsrhythmus zu unterbrechen.

Doch trotz der schwierigen Umstände, denen die Nonnen seit jeher ausgesetzt sind, ist ihre Bereitschaft durchzuhalten aufgrund ihrer tiefen Liebe zum Dharma ungebrochen.

 

Auf welche Weise bringen die Nonnen der Welt und uns Nutzen?

Ausgehend von ihren inneren Qualitäten können die Nonnen Erkenntnis und geistige Geborgenheit geben und anderen Menschen Glück und Segen bringen. Sie sind aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und ihrer Weisheit in der Lage, uns zu lehren, wie man Unwissenheit und Hass in Weisheit und Liebe umwandeln kann. Sie besitzen einen inneren Reichtum, den wir bei einer Begegnung mit den Nonnen oder sogar bei der Betrachtung ihrer Dokumentation spüren können. Diese Werte können als besonders inspirierend bezeichnet werden. Aufgrund der von ihnen erfahrenen widrigen Lebensumstände können sie uns außerdem zeigen, wie man authentisch und glücklich inmitten von Mühsal und Verzicht leben kann.

Drubwang Tsoknyi Rinpoche bemerkte kürzlich, dass er sich mit dem Gedanken trage, in naher Zukunft ausgewählte Nonnen in den Westen zu bringen. Falls dies geschieht, ist die Hoffnung groß, dass ihre Unterweisungen zu mehr Frieden, Wohlbefinden und Mitgefühl beitragen. Rinpoche sagte über ihren Nutzen für die Welt: „Als Tibet explodierte, wurde der Dharma hinaus getragen. Der Dharma wird von Mensch zu Mensch verbreitet, nicht durch Bücher. Er ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Natur, und diese praktizierenden Nonnen bringen seinen Nutzen an die Oberfläche. ‚Nutzen’ nicht nur in materieller Hinsicht – etwas tun, etwas produzieren, etwas zeigen. Nein, wahrer Nutzen oder Reichtum ist immateriell. Er bedeutet Spirit, Liebe, Mitgefühl und Herzlichkeit. Der Nutzen des Dharma ist menschlicher, nicht materieller Natur.“

 

Warum sollte man besonders weibliche Praktizierende unterstützen?

Es stellt eine wesentliche und einzigartige Ergänzung dar, den Dharma durch die weibliche Form zu verwirklichen. Denn gerade im Weiblichen sind Eigenschaften wie Sanftmut, mütterliche Fürsorge und liebevolle Energie stark verankert und von heilender Bedeutung für die Welt.

Die Erfahrung, die beispielsweise bei einer Begegnung mit den Nangchen Nonnen gemacht werden kann, hat sehr viel Kraft. Diese Kraft entsteht durch die Tiefe ihres Mitgefühls und die unermessliche Liebe, die sie verkörpern. Ihr Sinn für Gemeinschaft und ihre gegenseitige Anteilnahme sind trotz des politischen und kulturellen Klimas, in dem sie leben, sehr stark ausgeprägt. Obwohl Frauen in vielen Kulturen wenig Respekt entgegengebracht wird, haben die Nonnen der Tsoknyi Linie diese Beschränkungen durch die Kraft ihrer Ausdauer und ihrer tiefen Hingabe zum Dharma überwinden können.

 

Warum entscheiden sich diese Frauen für ein Leben im Kloster?

Neben der Anziehungskraft des Dharma und des spirituellen Lebens entscheiden sich junge Frauen dieser Kultur auch für ein Leben in Praxiszentren und Klausuren, um Lesen zu lernen, Schutz vor schlechteren äußeren Lebensbedingungen zu erhalten und um einer Gemeinschaft von hingebungsvoll Praktizierenden anzugehören. Es passiert nur sehr selten, dass eine Nonne aus dem Kloster austritt, und wenn sie es tut, dann meist aus familiären Gründen.

 

Was passiert, wenn ihre Tradition jemals ausstirbt?

Die Welt würde eine unschätzbar wertvolle Quelle an spirituellen Qualitäten verlieren. Menschen, die sich der spirituellen Praxis widmen, müssen gefördert werden und die Möglichkeit erhalten, unsere gemeinsame Zukunft auf unserer Erde zu beeinflussen. Stirbt diese Tradition jemals aus, geht eine einzigartige Verkörperung des lebendigen Dharmas in seiner weiblichen Form verloren.

 

Wie alt sind die Nonnen?

Die jüngsten Nonnen sind Jugendliche und die älteren Nonnen mögen fast siebzig Jahre und älter sein. Aufgrund der Zerstörung aller Klöster während der Kulturrevolution in Tibet gibt es keine Nonnen im Alter von etwa 40-60 Jahren. Nur etwa 40 Nonnen von insgesamt Tausenden konnten, zurückgezogen in Höhlen oder in Nomadensiedlungen, überleben. Viele der Nonnen wurden gezwungen, zurück in die Städte oder zu ihren Familien zu gehen, um bei der Feldarbeit zu helfen. So konnten sie nicht mit der Ausübung ihrer Praxis wie im Kloster fortfahren.

 

Wie steht es um die medizinische Versorgung der Nonnen?

Die nächstgelegene Klinik liegt mindestens eine Tagesreise mit dem Auto vom Kloster entfernt oder mindestens zwei Tage zu Pferd. Manchmal steht ein mobiler medizinischer Dienst zur Verfügung, der aber nicht als verlässliche medizinische Versorgung angesehen werden kann, da er nur zu bestimmten Jahreszeiten unterwegs und von ausländischen Sponsoren abhängig ist. In einigen wenigen Gegenden gibt es kleine tibetische Krankenhäuser.